Über mich
| 1942 | Gert Treiber wurde in Karlsruhe geboren. |
| 1952 - 1961 | Besuch des Gymnasiums. |
| 1962 - 1970 | Studium der Chemie an den Universitäten Karlsruhe und Heidelberg. Additiv: Vorlesungen über Mathematik und Physik. |
| 1965 | Studienaufenthalt am Kernforschungszentrum Ispra, Italien. |
| 1970 | Promotion mit einem Thema der physikalischen Chemie. |
| 1971 | Postdoctoral fellow am Rensselaer Polytechnic Institute, Troy, NY, USA. |
| 1972 - 2005 | Berufliche Laufbahn in einem Konzern der chemischen Industrie. Führende Position mit Zuständigkeit für Technologie. |
| Ab 2006 | Nach der Pensionierung Besuch von Vorlesungen über Philosophie, Mathematik, mathematische Logik, Relativitäts- und Quantentheorie an der Universität Heidelberg und der TU Darmstadt. |
| Seit 2008 | Auseinandersetzung mit dem Thema „Grundlagen der Mathematik“. |
| 2020 | Publikation des Buches „Nichts“, Krise und reEvolution der Grundlagen der Mathematik |
Der Autor lebt mit seiner Ehefrau in Worms, Rheinland-Pfalz, das Ehepaar hat zwei Töchter.
Im Jahr 1986 geriet ich erstmals in Kontakt mit Gödels Unvollständigkeitssätzen. Demnach existiert ein Satz der Theorie der natürlichen Zahlen, der weder bewiesen noch widerlegt werden kann. Er ist also unentscheidbar, obwohl er nachweislich wahr ist. Die Widerspruchsfreiheit wird zwar als wahr vorausgesetzt, kann aber auch nicht bewiesen werden.
Die Beweisführung konnte ich nicht nachvollziehen, hatte aber keine Zeit, mich vertieft damit zu beschäftigen. Die verblüffenden Aussagen fand ich aber so erstaunlich, daß ich mir vornahm, die Vertiefung später nachzuholen. Die notwendige Zeit fand ich erst nach meiner Pensionierung im Jahr 2006. Dabei lernte ich den nächsten unentscheidbaren Satz kennen, Cantors Kontinuumhypothese. Für mich entscheidend war dabei der Unterschied der transfiniten Kardinal- und Ordinalzahlen. Wenn ein weiteres größeres Element hinzugefügt wird, wird die Ordinalzahl größer, die Kardinalzahl bleibt aber gleich. Bevor ich diesen 'unglaublichen' Schluß Cantors erfasste, war ich Hilbert gefolgt, der Cantors Lehre als Paradies sah, aus dem man sich nicht mehr vertreiben lasse. Danach zweifelte ich und fragte: „Wo liegt der Fehler ?“ Tatsächlich fand ich ihn. Massive Zweifel hielten aber weiter an, vor allem beunruhigte mich, daß ich plötzlich im Gegensatz zu Generationen von Mathematikern stand, die Cantors Lehre alle als Grundlage der Mathematik billigten. Eine so herausragende konträre Position einzunehmen verunsicherte mich zutiefst.
Aber auch in den Wissenschaften wird die Geschichte von den Siegern geschrieben. Erst eine vertiefte Recherche legte die ursprünglich massive Kritik vieler Mathematiker frei, z.B. urteilte Poincaré, daß zukünftige Generationen das Transfinite als Krankheit betrachten werden, von der man sich erholt hat. Auch heute lehnt eine kleine Minderheit diese Theorie ab. Diese Feststellung motivierte mich, alle im Kontext auftretenden Widersprüche und Unklarheiten zu bearbeiten. Schließlich mündeten meine Überlegungen in einer fundamentalen Revision der angeblichen Grundlagen und der Publikation des Buches „Nichts“, Cuvillier Verlag 2020.